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Behandlung von konditionierten Stress-Reaktionsmustern
Mit der integrativen Enttrübungs- und Entkoppelungstechnick IEET können emotionale Überflutungsreaktionen und Blockaden aufgelöst werden
Viele in der Kindheit traumatisierte Menschen haben so gut gelernt zu überleben und zu funktionieren, dass sie häufig relativ unauffällig und symptomlos leben. Früher oder später reicht die Lebensenergie nicht mehr aus, die abge­spaltenen Gefühle, Bilder, oder Körpererinnerungen weiter zu unterdrücken. Einige erleben plötzlich, dass ihre Wut unkontrolliert hervorbricht, bei anderen kommen Er­innerungsfragmente hoch, die sie nicht einordnen können, andere reagieren mit plötz­lichen Angst- oder Panikattacken, die für sie nicht erklärbar sind. Das heisst, dass die lange Zeit unterdrückten und abgespaltenen Gefühle und Erinnerungen nun lebendig werden, es kostet zuviel Energie, sie länger zu unterdrücken. Ausserdem lebt im Innern der Klientin / des Klienten  ein kleines, schwer verletztes Kind, dessen Wunden weder gesehen, noch gehört wurden, die noch nicht geheilt wurden, ein Kind, das verzweifelt um Hilfe schreit, einsam ist und grosse Angst vor den Menschen hat.

Kettentraumata wie langjährige sexuelle Ausbeutung oder Misshandlungen, aber auch Vernachlässigung ver­ursachen eine dauernde Stressüberflutung des Organismus. Spezifische neuro­nale Verschaltungen werden im Gehirn angelegt. Je häufiger diese Verschal­tungen "benutzt" werden, desto schneller erfolgt die Kommunikation zwischen den Nervenzellen. Diese Bahnen werden  gefestigt.  Komplexe neuronale Netz­werke entstehen, die sich in spezifischen Stress-Reaktionsmustern zeigen. Dazu kommt, dass der anhaltende Druck (keine Ruhe- und Sicherheit vermittelnde Eltern) verhindert, dass ein nur ansatzweise lösungsorientiertes Denken und Ver­halten gelernt werden kann! Die Folge davon ist eine erlernte Hilflosigkeit, die mit Stressüberflutung gekoppelt ist, da die Situation weder bewältigbar noch lösbar ist! Das führt dazu, dass solche Kinder einen Grossteil Ihrer Zeit damit verbringen, sich selbst irgendwie zu beruhigen. Auf der Strecke bleibt die Neugierde, die Freude am Entdecken.

Als Folge einer anhaltenden Bedrohungssituation (kein Schutz und keine Sicher­heit) ist Amygdala (limbische Region) in dauernder Alarmbereitschaft.  Stimuli, die mit den traumatischen Situationen limbisch verschaltet sind, provozieren das Aus­schütten von Stresshormonen. Neurotransmitter, Peptide und andere Signalstoffe verursachen schlussendlich bei hochgradigem Stress, dass der Hippokampus (Teil des limbischen Systems, zuständig für die richtige Einordnung von Zeit und Raum) nicht mehr arbeitet (Cortisolüberflutung). Deshalb können sexuelle Gewalterfah­rungen oder andere Trauma oft nicht kognitiv erinnert werden.  Das reibungslose Funktionieren des Hippokampus ist Voraussetzung dafür, dass explizite Erinne­rungen ins Langzeitgedächtnis gespeichert werden können. Diese Traumata sind dann nur als "Fragmente" erinnerbar, weil die Stresshormone die für die kognitive Erinnerung notwendigen Teile der Gehirnfunk­tion "lahm legen".  Diese Frag­mente  sind dann über plötzlich auftretende Ge­fühle, Bilder, Körperwahrneh­mungen (reaktivierte Erinnerungen oder Flashbacks) zugänglich, können nur als implizite Erinnerungen wahr genommen werden. Da diese Fragmente eine ganz andere Qualität haben (als ob sie aus einer andern Zeit stammen würden) als kognitive Erinnerungen, weigern sich traumatisierte Menschen häufig, diese Bilder, Gefühle oder Körperwahrnehmungen als ihre eigene Erinnerung anzu­nehmen. Mit der Zeit erkennen diese Klienten zu­nehmend, sicher aber immer dann, wenn sie  mit dem traumatisierten Kind identifiziert sind, dass es sich bei den Erinnerungen um ihre subjektive, eigene Wahrnehmung handelt.  Sobald sie wieder mit dem funktionierenden Teil identi­fiziert sind, bezweifeln sie häufig, dass die zuvor erinnerten, auch authentisch ausgedrückten Gefühle, ein Teil ihrer Realität sind. (Ich-Zustands-Wechsel in jenen Teil, der überlebt hat und subjektiv nie Gewalt erfahren hat. Das war nicht ich! Das ver­letzte, misshandelte Kind wird dissoziiert, weil die Schmerzen, die Scham, die De­mütigung, das Beschmutzt-worden-sein, nicht aus­haltbar ist.)

Stress-Reaktionsmuster
Unter Stress wird ein ganz archaischer Teil des Gehirnes aktiviert, das limbische System, das für das Überleben zuständig ist. Bei realer oder angenommener Ge­fahr gibt Amygdala den Befehl zur "Flucht-Kampf-Reaktion". Um den Körper kampfbereit zu machen, wird das Blut aus der Peripherie abgezogen und in die Muskeln gepumpt, die Herzfrequenz wird erhöht. Auch im Gehirn ist das sichtbar, das Frontalhirn ist unter Druck nicht mehr durchblutet, weshalb die dort ange­legten neuronalen Verschaltungen nicht benutzt werden können.

Ein Stimulus kann zuerst ein unspezifisches Erregungsmuster bewirken, das sich dann über den ganzen Körper ausbreitet. Gefühle sind primär elektrische Ereig­nisse im Nervensystem, die im Gehirn starten und sich von dort aus ausdehnen. Diese elektrische Energie, die sich aufbaut, kann den Menschen ohnmächtig, wütend, oder handlungsunfähig machen, ihn vor Angst erstarren lassen. Während eines Flashbacks wird der Mensch mit Gefühlen überflutet, die in eine andere Zeit  und zu einer andern Situation gehören. Der betroffene Mensch kann das in dieser Situation nicht erkennen,  und greift auf ein archaisches, altes Muster zurück und reagiert unangemessen. Stress oder innere Unruhe verhindern, dass Menschen  ihre angelegten Verschaltungen im Neokortex  nutzen können. Sie sind dann häufig mit einem "Kind-Ich-Zustand" identifiziert, sind sich dessen aber nicht bewusst.
Entkoppeln mit IEET
Durch eine vertrauensvolle Beziehungsgestaltung (Sicherheit und Schutz bieten) und durch Stimulation von Akupunkturpunkten bewirke ich über die Meridiane eine Beruhigung des Organismus. Ausserdem desensibilisiere ich den Stimulus, der für die Ausschüttung der Stresshormone verantwortlich war. Folge dieser Stress­reduktion ist, dass die Verschaltungen im Neokortex wieder optimal genutzt werden können. Das ermöglicht KlientInnen, die Situation neu zu beurteilen und bewusst wahrzunehmen. Das alte, durch den Stimulus ausgelöste Reaktions­muster im limbischen System wird unterbrochen, entkoppelt von den alten, limbi­schen Verschaltungen. Die Situation wird über den Neokortex neu beurteilt. Es bildet sich eine neue Verschaltung vom limbischen System zum bewussten Teil der Grosshirnrinde. Die Konfliktenergie kann jetzt über den bewussten Teil des Gehirnes abfliessen und anders genutzt werden. - Neue Forschungsergebnisse (D.Klinghardt) deuten darauf hin, dass mit den Entkoppelungstechniken die schädliche Peptidproduktion ganz gestoppt werden kann!  Die Folge davon sind eine dauerhafte Stressreduktion und damit verbunden eine bessere Lebens­qualität, mehr Ruhe und Gelassenheit.

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